Dienstag, 31. Jänner 2012
Der Sinn der Spaltung
Die augenscheinlich gewollte Verbundenheit, das Trugbild einer Vereinigung zwischen Sachverhalten, Entitäten, Emotionen oder gar Menschen löst in dir stets eine Gegenreaktion aus, die in ihrer stärksten Ausprägung mit einer Abkehr des Willens zum Leben gleichgestellt werden kann. Ein starkes, dir eingeschriebenes Bestreben, welches ungebremst anvisiert werden muss und dementsprechend unverrückt in seine ständige Andersartigkeit flieht, es ermüdet langsamer als die universalistischen Wahnideen der Erblindeten, die noch immer, trotz der Schleimmassen und dem dichten Nebel im Gartenbiotop, versuchen es sich wohlig warm einzurichten. Sie müssen anderswertig helfen um nicht ihre eigene Belanglosigkeit, ihre soziale Ader als Abklatsch einer devianten Vorzeigehöflichkeit erläutert zu wissen. Es kann und wird nicht in diesen Gleißen bleiben, meinst du und es wird dir des Weiteren nicht weiter vorgeworfen werden, jetzt wird es dir sogar präzise und exakt zwischen die Füße gelegt und darauf verwiesen, dass du dich dem doch bitte anzunehmen hättest, weil es ja üblicherweise so ist in diesen Kreisen, zu dieser Uhrzeit, mit jener Vorgeschichte … es wird als üblich erachtet.
Wobei natürlich nach längerem Zueinanderfinden, dank mehrerer Schlucke Gin Tonic und einer hervorgepressten Empathie, die als unversiegbare Quelle den projizierten Eigenhass ihr Eigen nennt, ein Entgegenkommen vorgetäuscht wird. Es hält nicht lange und auch nicht an, beim kleinsten Widerstand besinnen sie sich wieder jener Urininstinkte, welche den Menschen früher vor Spinnen geschützt haben (heute vor allem anderen).

Deshalb: Spalte.

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Samstag, 13. August 2011
Zum besseren Verständnis.
Seh’ ich mich an, seh’ ich doch nicht hinein,
ich werde nie selbst mein Ausleger sein.

Wer wird kommen auf seinem eignen Pfad,
und fragen „Hilfe gefällig, mein Kamerad?“

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Montag, 23. Mai 2011
Veränderung
Da ist kein unsichtbarer Samen, der aufgeht,
sobald du in Bedrängnis bist.
Immerhin verschwindet deine Hilflosigkeit;
sie geht, weil du erlebt hast, dass du handeln kannst.
Plötzlich liegt da was in deiner Hand und fragt dich:

„Welche ‚Schönheit’ möchtest du halten?
Die Zeichen nicht erkennen und dich festkrallen?“

Gehe hin, aber nicht in Frieden... sondern wahrhaftig!

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